Sandra
Eckstein
zertifizierte Lehrerin des Tai Chi Forums Deutschland
Gütesiegel des DDQT: Lehrerin für Qigong, Lehrerin für Tai Chi Chuan
Geboren wurde ich im Zeichen des Löwen, des Lachs und der Feuer-Ziege, genauer gesagt: im August 1967. Ich wuchs in einer ländlichen Gegend auf, was meine Kindheit sehr schön machte. Mit Beginn der weiterführenden Schule kam unsere Familie dann nach Heilbronn, einer Stadt im »Ländle« Baden-Württemberg.
Kampfsport
hat mich schon immer fasziniert. Ich denke, Auslöser des Ganzen war mein
Onkel Siegfried, der Judo und Ju-
Jutsu praktizierte. Und so begann ich dann auch, mich zunächst für
die harte Seite der asiatischen Künste zu interessieren. Zu der Zeit
wußte ich noch nichts von den weichen, inneren Künsten.
Es hat dann aber einige Jahre gedauert, bis ich mit Kampfsport beginnen durfte:
Am 01.05.1980 wurde ich Mitglied im »Judo Club Kano Heilbronn«.
Zwei Jahre später wechselte ich über in die Kampfgemeinschaft »Judo
Club Randori Heilbronn«, um dann auch mit der dortigen Damenmannschaft
an Turnieren und Meisterschaften teilzunehmen. Im Jahr 1990 begann ich dann
zusätzlich noch mit Ju-Jutsu, wodurch ich ein etwas praktischeres Wissen
im Kampfsport bekam, was mir auch heute im »Kämpfen mit
Tai Chi« zugute kommt.
Judo und Ju-Jutsu übte ich bis Mitte des Jahres 1991. Beides hat mir
großen Spaß gemacht. Aber irgendwann ist es Zeit für Veränderungen.
Wir wissen ja: Nichts ist beständiger als der Wandel.
Während
meiner Judo- und Ju-Jutsu-Zeit wurde in Heilbronn die »Tai Chi
Schule Heilbronn« eröffnet. Dies war 1988. Der Begriff
Tai Chi Chuan hat mich zwar kurz angesprochen, aber es erschien mir damals
zu wenig »kernig«, um es zu beginnen. Obwohl ich wußte:
Irgendwann kommt auch das, aber jetzt noch nicht.
Das »Jetzt« kam dann im Jahr 1992 über einen Volkshochschulkurs
am Wochenende. Ich hatte damals meine Probierphase und machte verschiedene
Kurse, um mich neu zu orientieren. Von den vielen Dingen, die ich ausprobierte,
hatte mich das Tai Chi Chuan zusammen mit Qi Gong letztendlich am meisten
beeindruckt. Und so blieb ich dabei. Zunächst aus beruflichen Gründen
zwar noch etwas unregelmäßig aber doch stetig.
Insbesondere die Ferienkurse der Tai Chi Schule Heilbronn,
die immer in den Sommerferien an schönen Plätzen in Baden-Württemberg
stattfanden, nutzte ich, um meine Kenntnisse zu vertiefen. Daneben nutzte
ich die Möglichkeit, an den Kursen teilzunehmen, die meine Krankenkasse
in Tai Chi anbot. Gisela Polkowski, die Leiterin der Tai Chi Schule Heilbronn,
war dabei von Anfang an meine Lehrerin und ich konnte viel von ihr lernen.
Als ich 1994 meine Fortbildung zur (jetzt) Krankenkassenbetriebswirtin beendet
hatte, hatte ich endlich die Zeit, dauerhaft und regelmäßig in
die Schule in Heilbronn zu gehen. Bis Anfang des Jahres 2003 war ich dann
in der Tai Chi Schule Heilbronn.
Da es mir nie reichte, einfach »nur so« etwas zu tun und ich meine
Erkenntnisse und mein Wissen immer anderen weitergeben wollte, begann ich
1995 mit meiner Ausbildung zur Assistentin an der Tai Chi Schule Heilbronn.
Hier bestand auch die Chance, tiefergehende Kenntnisse in Tai Chi und Qi Gong
zu bekommen, als im »normalen« Unterricht. Im Jahr 2000 fand dann
für uns langjährige Assistenten eine Prüfung statt, so dass
wir nun offiziell Tai-Chi-Lehrer waren.
Lange Zeit führte ich zusammen mit anderen Assistenten Freitag abends
die Übungsstunde für die anderen Schüler durch und konnte so
erste eigene Unterrichtserfahrungen sammeln.
1998 bekam ich dann meinen ersten eigenen Kurs: An der VHS Sinsheim / Neckarbischofsheim.
Zum Teil sind die Teilnehmer des ersten Kurses noch heute dabei! Auch an der
Tai Chi Schule Heilbronn habe ich dann eine zeitlang unterrichtet. Im Jahr
2002 habe ich in meinem Wohnort Heilbronn-Frankenbach Kurse in Tai Chi Chuan
und Qi Gong begonnen. Diese laufen in Kooperation mit der Spvgg Frankenbach
und erfreuen sich großer Beliebtheit. Allein zur ersten Informationsstunde
am 31.01.2002 waren ca. 50 Interessierte da.
Da mich
neben der Handform auch die Waffenformen interessierten,
nutzte ich die Gelegenheit, als Meister Yang Zhen He 1996
in der Umgebung einen entsprechenden Kurs anbot, bei ihm eine Yang-Stil
Säbelform zu lernen.
Es war ein ganz neues Gefühl für mich, mit der Waffe Tai Chi zu
üben - neu und interessant!
Und so wollte ich noch mehr Waffenformen kennenlernen:
Ab 1997 lernte ich bei Wu Meiling in Konstanz deren Fächerform,
die sie aus Elementen des Yang-Stils und des Chen-Stils zusammengestellt hatte.
Von 2001 bis 2002 lernte ich bei Gisela Polkowski eine Yang-Stil Schwert-Form,
wie sie von Meister Chu King Hung in London unterrichtet wird.
Im Sommer 2002 kam eine neue Waffe und ein neuer »Stil« hinzu:
In Konstanz wurde eine Kung-Fu-Hellebarden-Form angeboten.
Also wurde ich wieder Schülerin von Wu Meiling. Für
mich als langjährig Yang-Stil-Tai-Chi-Praktizierende waren die schnellen
Bewegungen des Kung-Fu schon gewöhnungsbedürftig.
Und wieder
stand ein Wandel für mich an, bzw. begann ganz langsam:
Im Frühjahr 2001 kam ich zur Tai Chi Schule
Wiesbaden und zum Tai Chi Forum Deutschland. Zunächst
waren es nur die Seminare »Kämpfen mit Tai Chi«,
die Volker Jung dort anbot, die mich interessierten. Bald schon jedoch wollte
ich mehr: Sanshou, eine Partnerform des Tai Chi war mein
nächstes Ziel. Und so lernte ich im Sommer 2001 die eine Seite dieser
Form. Im Frühjahr 2003 kam dann endlich die andere Seite dran: An einem
Wochenende lernte unsere Gruppen die komplette Seite! Dieses sog. Two-Men-Set
besteht aus zwei sich ergänzenden Formen, von der jede ca. 80 Bewegungen
hat. Die beiden Partner wechseln sich ab in Angriff und Verteidigung - aber
alles mit den Prinzipien des Tai Chi Chuan. Wer mehr über Sanshou wissen
möchte, dem kann ich Volker Jungs Artikel darüber auf www.tai-chi.de
empfehlen.
Um weitere Kenntnisse in Volker Jungs Tai Chi Chuan und seinem standardisierten
Lehrsystem zu bekommen, habe ich im Herbst 2002 mit meiner Ausbildung
beim Tai Chi Forum Deutschland begonnen.
Die Erkenntnisse aus dieser Ausbildung, die meine bisher gekannte Form aufgrund
der vielen Qi-Tests und Anwendungsmöglichkeiten fast schon revolutionieren,
gebe ich in meinen Kursen an meine Teilnehmer weiter. Mein Unterricht besteht
daher bereits heute aus den Elementen des Tai Chi Forums Deutschland.
Am 14.03.2004 war dann für alle Teilnehmer der 8. Ausbildungsgrupper
des Tai Chi Forums Deutschland, in der auch ich bin, der große Prüfungstag:
Seit 14.03.2004 sind wir nun alle zertifizierte Lehrer des Tai Chi
Forums Deutschland.
Im Jahr
2003 kamen wieder neue Elemente dazu, die ich alle beim Tai Chi Forum
Deutschland lernte: neben der oben genannten B-Seite der Sanshou-Form lernte
ich das dort praktizierte Medizinische Qi Gong (Drachentor-Qi-Gong),
Übungen aus dem Inneren-Atem-Qi-Gong, Qi-Stretching
(»Power-Stretching«) nach Großmeister Ye
Xiao Long und die Tai Chi-Kurzform nach Meister Mantak Chia.
Diese Elemente werden im Laufe der Zeit auch in meinen Qi-Gong-Unterricht
einfließen oder sogar an gesonderten Wochenendseminaren unterrichtet
werden.
Als neue Waffenform kam der Langstock dazu, zunächst
in Form der 14 Grundtechniken. Ab und zu - insbesondere sonntagmorgens - kann
man daher mich und meine Schüler in Frankenbach üben sehen....
Daneben habe ich begonnen, mich mit dem System des Tao Yoga nach Meister Mantak Chia zu beschäftigen.
Und als
Highlight gegen Ende des Jahres 2003 habe ich in zwei weitere innere Kampfkunstsysteme
hineingeschnuppert:
Hsing I Chuan und Ba Gua Zhang. In beiden
werde ich meine Kenntnisse erweitern und vertiefen und zunächst längere
Zeit für mich selbst üben, bevor ich diese Elemente weitergebe.
Das Jahr 2004 geht fast genau so weiter wie das Jahr 2003 geendet hatte: mit vielen interessanten Veränderungen und Neuerungen. Tong Bei Chuan ist die nächste innere Kampfkunst, in die ich hineinschnuppern konnte. Gleich im Januar 2004 begannen die Kurse beim Tai Chi Forum Deutschland.
Dass man Tai Chi, und insbesondere den Yang-Stil, gleichmäßig langsam läuft, ist ja den meisten hinreichend bekannt. Dass es auch eine schnelle Form, die sog. "Fast-Form" gibt, wissen fast nur eingeweihte. Anfang April 2004 war ich in der glücklichen Lage, an einem Seminar des Tai Chi-Forums Deutschland teilzunehmen, in dem Volker Jung diese schnelle Form nach Meister Wei Lun Huang unterrichtet hatte. Ich kann nur sagen: ein völlig neues Tai-Chi-Gefühl! Für alle Fortgeschrittenen nur zu empfehlen. Dazu kommen dann noch die "Eight Powers" als Vorübung dazu und bringen einem die Bewegungen und Energien der 8 Grundtechniken näher. Hier spürt man wirklich, was dahintersteckt!
Im Herbst 2004 hatte ich dann die Gelegenheit, bei unseren chinesischen Meistern Li Bin und Sha Junjie Kurse zu besuchen. Dies kann ich allen Interessierten nur empfehlen! Es waren Intensiv-Workshops, aber sie haben sich gelohnt. Wir haben sehr viel gelernt und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Leider konnte ich aus verschiedenen Gründen nicht alle Workshops mitmachen, aber das Tongbei-Wochenende und die Xingyi-Woche waren sehr lehrreich.
Meine Fortbildung in den Vertiefungsstufen und Waffenformen des Tai Chi Forums Deutschland geht weiter.
Im November 2005 lernte ich Meister John Ding bei einem Workshop kennen, der mir die praktische Seite des Tai Chi Chuan noch näher brachte, und mich zum pushen ermutigte ;-)
Im Januar 2006 vermittelten mir Andrew Dabioch und Ingo Schmidt eine 42er Form mit Doppel-Schmetterlingsmessern. Ich hatte mir beidhändige Waffenformen schwieriger vorgestellt! Die Koordination klappt doch recht gut.
Neben meiner Ausbildung in Tai Chi Chuan habe ich von Oktober 1995 bis November 1998 eine Qi-Gong-Ausbildung bei Wu Runjin, Konstanz absolviert. Sie beinhaltete Grundlagen der TCM und Übungen des medizinischen Qi Gong.
Daneben
bilde ich mich im Rahmen der Dozentenfortbildung der VHS weiter und besuchte
auch Kurse anderer Tai-Chi-Schulen, um mein Wissen zu erweitern.
Da mich die Arbeit mit Energie über das bisher Gelernte und Geübte weiter interessierte, habe ich mit Reiki angefangen. Im Dezember 2001 wurde ich von Christa Frey, Karlsruhe, in den 1. Grad eingeweiht und im Mai 2002 von Renate Adrigan, Obersulm, in den 2. Grad. Beides war für mich eine große Bereicherung für meine Energiearbeit und insbesondere für das Spüren der Energie.
Zusätzlich zu meiner Energiearbeit habe ich beschlossen, noch weitere, ganz "normale" Qualifikationen zu erwerben: von 19. bis 21.01.2004 hatte ich daher meine Prüfung zur Fachübungsleiterin C "Fitness und Gesundheit" beim Schwäbischen Turnerbund (STB). Ein Gruppenfoto der glücklichen, frischgebackenen Übungsleiter sehen Sie unter "Bilder".
Im Laufe
der Zeit hat sich auch noch ein weiteres Interessensgebiet für mich entwickelt:
Massagen.
So habe ich bei Annette Jonas erste Kenntnisse der Tuina-Massage
erworben (2000). Eine Ausbildung bei ihr konnte ich bis jetzt leider noch
nicht realisieren... Desweiteren habe ich die Techniken nach Dorn-Breuss
gelernt (2001). Im Spätsommer 2004 kam nun die Ausbildung bei Ki-Balance
dazu. Ki-Balance ist eine Massage, die in normaler Alltagskleidung auf einem
speziellen Massagestuhl durchgeführt wird. Daher ist sie sehr gut als
mobile Massage am Arbeitsplatz, auf Messen... geeignet.
Im November 2004 konnte ich bei Volker Jung und Vera Leibold die Meridianmassage
Inochi kennenlernen, die ich seitdem regelmäßig
übe. Es ist interessant, wie sich der Körper und das Körpergefühl
dabei entwickeln und verändern....
An Ostern 2006 besuchte
ich ein Seminar mit Renu Li, in dem neben der Buddha-Hand-Meditation und
Basis-Übungen des Tao-Yoga auch die Massage der inneren Organe Chi
Nei Tsang vermittelt wurde. Es waren 4 lehrreiche und entspannende
Tage.
Da für
mich als langjährig Tai-Chi-Praktizierende Aussagen wie »Der Weg
ist das Ziel« schon zur Lebensphilosophie geworden sind und ich mich
auf diesem Weg befinde, bin ich gespannt, wohin dieser Weg mich führt
und was ich noch alles lernen darf.